Blues im Hof


Artikel in der bluesnews Ausgabe 68, 2011

Artikel in der Bluesnews Ausgabe  63,  2010

Kreuznacher Wochenspiegel 25.08.2008

Artikel in der Bluesnews Ausgabe 51, 2007

(Frei-Laubersheim, Rheinhessen)

Memo Gonzalez & The Bluescasters, Down Home Percolators,
Blues Culture featuring Abi Wallenstein, Steve Baker und Martin Röttger
sowie Hot’n’Nasty lautete in diesem Jahr das Line-up in Frei-Laubersheim.
Im Hofgut K. Fröhlich hat sich die Veranstaltungsreihe „Blues im Hof“
mittlerweile eine treue Fangemeinde erspielt. Wie das gelingt, mit Blues
heutzutage die Leute hinterm Ofen hervorzulocken? Nun, erstens braucht
man im Juli in der Regel keinen Ofen, laue Sommerabende locken jedes Klientel.Wenn es was Gutes zu essen und zu trinken gibt, dann kommen ohnehin schon mal Leute. Dazu bietet man noch ein einzigartiges Ambiente mit einem malerischen Innenhof in einem verträumten Weindorf, schafft Unabhängigkeit von Schlechtwetter-Perioden und engagiert –
ganz nebenbei – auch noch klasse Musiker. Da schaffen es zwei Jungs aus Frankfurt, mit nicht gerade hitverdächtiger Musik auf dem flachen Land gut 250 Leute in den idyllischen Hof in Rheinhessen zu locken. Klaus „Mojo“ Kilian an der Bluesharp und Bernd Simon an der Gitarre entfachen mit ihrem Blues-Feuerwerk, bestehend aus Songs der 20er- bis 50er-Jahre, wahre Begeisterungsstürme. Und das bei einem Publikum, das eben nicht nur aus beinharten Bluesfans besteht. Die waren zwar auch da, aber viele der Besucher könnte man auch bei jedem handelsüblichen Weinfest Bratwurst kauend der Schlager-Konserve lauschen hören.
Doch Qualität setzt sich nun mal durch. Die Down Home Percolators geben sich ihrer Musik hin, spielen mit Leidenschaft, haben immer ein Späßchen auf den Lippen und überzeugen die Zuhörer mit ihrem Können. Mojo Kilians
Harmonika-Akrobatik ruft immer wieder Staunen hervor und die souveräne
Gitarre von Bern Simon ersetzt durch Geschmack, Raffinesse und Virtuosität
eine ganze Band. Und wenn man dann auch noch was lernen kann, kommt
man gerne wieder. Die Zuhörer, denen der Name Sonny Boy Williamson etwas sagt, sind an diesem Abend sicher nicht in der Mehrzahl. Bei Blues im Hof erfährt die breite Masse sogar, dass es zwei Künstler mit diesem Namen gegeben hat -dank dem wandelnden Blues-Lexikon Klaus „Mojo“ Kilian, der es versteht, sein enormes Wissen eben nicht belehrend oder gar selbstherrlich in Szene zu setzen, sondern locker plaudernd bei den Ansagen Informatives ins Publikum streut.
So schafft es dieses Duo, trotz einer nicht gerade abwechslungsreicher
Instrumentalbesetzung und eines präzise festgelegten Musikstils,
einen äußerst kurzweiligen Abend zu gestalten. Nicht umsonst fordern die Zuhörer mehrmals Zugabe, die gern gewährt wird.
Fazit: Bei Blues im Hof stimmt es einfach:Ambiente, Speis und Trank, Konzept und Qualität der auftretenden Künstler.
 
(Text: Thomas Torkler)

 

Kartenreservierung
unter info@bluesimhof.de

copyright by bluesimhof.de